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Meldungen aus dem Bezirksverband Münster
Meldungen aus dem Bezirksverband Münster

„Hier wird Tradition lebendig gestaltet, mit Verantwortung, einer offenen Haltung und einem zugewandten Pragmatismus.“

Regierungspräsident und Bezirksvorsitzender des Volksbundes ehrt Schützen

(von links nach rechts): Heinrich Wiegard (Ortsvorsitzender des Volksbundes in Sendenhorst von 1991-2014, Regierungspräsident und Vorsitzender des Volksbundes im Bezirksverband Münster Andreas Bothe, Andreas Rickert, Ramona Kania, Torben Böckmann, Julian Holz und Bürgermeisterin Katrin Reuscher. Allgemeiner Schützenverein St. Martinus Sendenhorst

Sendenhorst. Wer an Schützenvereine denkt und diese pauschal auf das Feiern von Schützenfesten reduziert, tut vielen Vereinen unrecht - vor allem dem Allgemeinen Schützenverein St. Martinus aus Sendenhorst. Der Verein bzw. fünf seiner Mitglieder wurde/n jetzt für sein/ihr besonderes Engagement für den Volksbund geehrt.

Lesen Sie dazu den folgenden Text des Schützenvereins: 

„Insgesamt fünf Mitglieder des Allgemeinen Schützenvereins St. Martinus Sendenhorst wurden am Freitag, 10. Oktober, von Regierungspräsident Andreas Bothe, der gleichzeitig Bezirksvorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ist, geehrt. Ramona Kania, Torben Böckmann, Julian Holz, Bernd Krimphove und Andreas Rickert erhielten die Auszeichnungen für ihr jahrelanges Engagement für den Volksbund. 

Am Freitag, 10. Oktober, erwartete die Mitglieder des Allgemeinen Schützenvereins St. Martinus Sendenhorst ein besonderer Tagesordnungspunkt bei ihrer Generalversammlung: Eine Ehrung von fünf Vereinsmitgliedern durch den Regierungspräsidenten und Bezirksvorsitzenden des Volksbundes, Andreas Bothe. Nach den obligatorischen Punkten wie der Begrüßung und dem Gedenken der verstorbenen Schützen sprach zunächst Andreas Rickert, 1. Vorsitzender der Martinusschützen und seit 2014 Vorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in Sendenhorst. Er erklärte, dass der Volksbund mit der Pflege der Kriegsgräber, dem Erinnern und Gedenken sowie der Jugend- und Bildungsarbeit drei gleichwertige Kernaufgaben habe. Besonders in den aktuellen Zeiten sei die Jugend- und Bildungsarbeit wichtig, denn das Thema „Krieg und Frieden“ sei auch 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges relevant.

Jahr für Jahr sammeln rund 30 Mitglieder des Schützenvereins an einem Wochenende an den Haustüren der Sendenhorster Bürgerinnen und Bürger Spenden für den Volksbund - mittlerweile seit 34 Jahren.

Der Regierungspräsident und Bezirksvorsitzende des Volksbundes, Andreas Bothe begrüßte die Versammlung und berichtete, es sei ihm eine Freude, Mitglieder eines Schützenvereins auszuzeichnen, die über Jahre hinweg für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. gesammelt hätten. „Wir würdigen damit nicht nur eine beeindruckende Bilanz an Spenden und Engagement, sondern vor allem eine Haltung: Einsatz für Erinnerung, Versöhnung und Frieden.“ Besonders hob er die beeindruckende Summe hervor, die die Martinusschützen in den über drei Jahrzehnten ersammelt hätten: „Mehr als 100.000 Euro kamen für die grenzüberschreitende, friedensstiftende Arbeit des Volksbundes zusammen. Zu Beginn des Krieges in der Ukraine haben die Schützinnen und Schützen in nur einem Jahr sogar über 10.000 Euro gesammelt und die Hälfte davon ging unmittelbar an die lokale Ukraine-Hilfe.“ Der Regierungspräsident betonte: „All das zeigt: Hier wird Tradition lebendig gestaltet, mit Verantwortung, einer offenen Haltung und einem zugewandten Pragmatismus. Ehrenamtliche arbeiten oft leise, aber nie ohne Wirkung. Sie stiften Sinn, Nähe und Vertrauen, sind gleichsam der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält.“ Und so überreichte er insgesamt fünf Auszeichnungen: Drei Silberne Ehrennadeln samt Urkunde sowie zwei Goldene Ehrennadeln samt Urkunde. Die Silbernen Ehrennadeln erhielten Ramona Kania, Torben Böckmann sowie Julian Holz. Alle drei Vereinsmitglieder beteiligen sich seit mehr als 10 Jahren an der jährlichen Haussammlung für die Kriegsgräberfürsorge. Bernd Krimphove, der mehr als 25 Jahre im Namen des Volksbundes Spenden sammelt, wurde in Abwesenheit mit der Goldenen Ehrennadel geehrt. Die zweite Goldene Nadel erhielt Andreas Rickert, der sich in diesem Jahr zum 25. Mal an der Haussammlung beteiligte - und seit 11 Jahren als Volksbund-Vorsitzender in Sendenhorst die Sammlung organisiert und leitet.“